Nicht cheaten, sondern genießen - Warum du nicht auf alles verzichten musst (Blog Quicky)


Die heutige Zeit scheint gnadenlos: Wir sollen gut aussehen, schlank aber muskulös, erfolgreich sein, belesen, intelligent, individuell aber nicht aus der Reihe tanzen. Wir sollen hart an unserem Erfolg arbeiten, uns aber gleichzeitig um alle Menschen um uns herum kümmern und außerdem sozial engagiert sein. Wir sollen Menschen helfen, aber uns selbst nicht verlieren. Sprich, wir sollen immer und überall diszipliniert sein und immer unser Bestes geben. Besonders am Beispiel Ernährung zeigt sich dabei, dass wir Selbstdisziplin walten lassen müssen, weil sonst Ergebnisse ausbleiben. Aber ist es wirklich so? Was, wenn zur Selbstdisziplin gehört, mal locker zu lassen und Ausnahmen zuzulassen?

Schauen wir uns das am Beispiel Ernährung an, sehen wir, dass Diäten uns an unser moralisches und seelisches Limit bringen, weil wir auf Dinge verzichten müssen. Qualvoll, oder? In der Ernährung wurde deswegen (und gepriesen sei der, der diese wundervolle Methode eingeführt hat) der Begriff des "Cheaten" eingeführt. Unter Cheaten verstehen wir einen Tag, oder bei manchen auch mehrere ;), an dem man alles, auf das man so lange so hart verzichtet hat, schlämmen darf, was man will. So sollen wir unseren Körper und unserer Disziplin zu neuem Schwung in unserer Diät verhelfen.

Auf das Prinzip als auch den Sinn dahinter will ich in diesem Beitrag erstmal nicht eingehen. Was ich für mich sagen muss ist, dass Cheaten für mich meistens nach hinten los gegangen ist: Ich habe an diesen Tagen machmal eine Kalorienmenge zu mir genommen, die locker für drei Tage gereicht hätte. Und zudem ist es auch nicht immer nur bei diesem einen Tag geblieben. Ich habe als meiner Diät nicht zu neuem Schwung geholfen, sondern so richtig reingegrätscht. Seitdem halte ich von diesem Cheaten nichts mehr, diesem "Binge-Eating", an dem man den ganzen Tag nur noch isst und am nächsten Tag sich körperlich und moralisch so richtig elend fühlt. Ja, auch heute esse ich noch ab und zu einfach irgendwelchen „Schrott“, auf den ich gerade einfach Lust habe. Aber anders als beim "Cheaten, „genieße“ ich vielmehr, weil ich nicht an einem einzigen Tag einen "All-You-Can-Eat-Day" einlege. Wenn ich wirklich die Lust darauf verspüre, dann ist es okay, dem Körper zu geben was er braucht, wobei hier gesagt sein muss, dass das Körperbewusstsein hier doch wirklich gut stimmen muss und man sich dadurch nicht selbst etwas vorlügen sollte (dazu in einem anderen Beitrag mehr). Aber durch das gelegentliche "Genießen" habe ich mittlerweile weder das Gefühl auf etwas verzichten zu müssen, noch bleiben meine Erfolge aus. Im Gegenteil, mir geht es moralisch und körperlich um einiges besser und ich konnte meine Ziele damit teils besser erreichen. (Hier als kurzer Hinweis, dass natürlich bei „Muss“-Diäten, sei es aus gesundheitlichen Gründen gemacht werden müssen oder vielleicht, man als Wettkampfsportler auf der Bühne stehen möchte, Selbstdisziplin das A und O ist. Auch hier wichtig zu verstehen, wann Selbstdisziplin gefragt ist, und wann Genuss mal ganz okay ist).

So, und warum schwafle ich jetzt über das „Cheaten“ und „Genießen“, also Dinge, die du wahrscheinlich sowieso schon weißt? Ganz einfach, weil wir aus unserer Ernährung auch für andere Bereiche unseres Lebens lernen können, was ich mir auch selbst neulich erst wieder habe in Erinnerung rufen müssen: „Du musst nicht immer auf alles verzichten!“ Und dabei sage ich dir nicht, du sollst jetzt undiszipliniert sein. Wie beim Essen geht es auch hier um das richtige Maß. Für mich hat das sogar sehr viel mehr mit Disziplin zu tun, wenn du nach einer harten Woche, in der du stets Selbstdisziplin gezeigt hast, am Wochenende auch mal Zeit für dich, deine Liebsten, deine Freunde oder was auch immer nimmst und nicht immer verbissen denkst "Aber ich muss doch...". Es ist okay, hin und wieder mal zu „genießen“, wenn dein Körper danach fragt. Und ich sage auch hier bewusst „genießen“, nicht cheaten. Denn natürlich kann so ein Cheat-Wochenende, in dem du nur vor Netflix o.ä. sitzt, im ersten Blick herrlich klingen. Doch sind wir mal ehrlich, ist es wie nach so einem Cheat-Day, egal ob in der Ernährung oder in unseren anderen Lebensbereichen, doch so: Wir haben danach ein absolut schlechtes Gewissen und machen uns Vorwürfe.

Daher mein heutiger Tipp in diesem Quicky für dich:

Nimm dir ab und zu mal die Zeit zu „genießen“, etwas zu machen, wonach dein Körper dich fragt:

Schlaf, irgendein hirnloser Film oder eine Serie (ich zum Beispiel schaue meist einmal am Tag mit meiner Frau eine Folge unserer entsprechend aktuellen Serie), ein Spiel oder meinetwegen sogar 1 Stunde lang „Katzenvideos“ auf YouTube. Egal. Das ist besser und befriedigt mehr, als wenn du zum Beispiel Binge-Watching betreibst und alle Staffeln deiner Lieblingsserie am Stück reinziehst. Genieße ab und an und Cheate nicht. Damit fällt es auch einfacher, die andere Zeit disziplinierter zu sein und so kannst du dich ab und an auf etwas schönes freuen. Auch das gehört meiner Meinung zu deinem #BSTYOU. Aber hier sei trotzdem gesagt: Wenn du eh den ganzen Tag schon cheatest, dann ist auch ein gelegentlicher Genuss ein Cheat! Und übrigens, Dinge bei denen du auf keinen Fall Cheaten solltest: In der Partnerschaft, im Training, in der Freundschaft und im Gaming ;)

#Couch #Quicky #Faul #Cheating #Genuss #Genießen #Faulsein #Schrott

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