Das Ernährungs-Einmaleins - Dieses Buch solltest du lesen


Zugegeben, was ich dir heute mit auf den Weg geben möchte, ist einfach nur eine einfache Meinung über ein sehr cooles Buch, das ich erst kürzlich fertig gelesen habe. Nun, ich bin weder Buchkritiker noch bekomme ich auf irgendeine Weise Geld vom Autor dieses Buches, wenn ich hier darüber schreibe. Es hat mich inhaltlich teilweise nur so „geflasht“ und begeistert, dass ich dir hierüber einfach schreiben muss.

Wie du ja vielleicht durch das viele Lesen meiner Beiträge auf LIVABLE.YOU weißt, beschäftige ich mich nicht nur zum Spaß mit dem Thema Fitness und Ernährung. Ich bin davon überzeugt (und das ist meine Meinung), dass insbesondere die Ernährung, neben Gewichtsverlust oder -zunahme, einen essentiellen Stellenwert in unserem Leben hat und einnehmen sollte. Ich meine damit nicht, dass Essen unser Leben bestimmen sollte… und irgendwie wieder doch. Denn eine entsprechende Ernährungsweise kann unser Leben enorm beeinflussen, kurzfristig und langfristig. So sind wir träge und müde wenn wir uns ein deftiges und schweres Essen reinziehen und zumindest bei mir ist dann an produktives Arbeiten kaum noch zu denken. Gleichzeitig kann dir die richtige Mahlzeit die benötigte Energie und Leistungsfähigkeit bringen, die dich in deinem Tun voranbringt. Wer Schrott in seinem Körper steckt, der hat länger was davon, aber im negativen Sinne. Wer seinen Körper gesund halten möchte, muss auch (oder vielleicht besonders?) etwas an seiner Ernährungsweise tun.

Okay, lange drum herum geschwafelt. Ich möchte dir heute kurz von einem Buch erzählen, dass selbst mir, der sich schon Jahre mit Ernährung an allen Ecken und Enden befasst und beinahe alle Sachen schonmal ausprobiert hat (außer die Schokoladen-Diät, mal ehrlich, wer kommt auf sowas?) viele neue Einblicke in die Ernährung gegeben hat. Teilweise wurden mir sogar die Augen geöffnet und es kam dieser absolute „Ahaaaaaaaaa“ Effekt.

Ich spreche von dem Buch „Der Ernährungskompass“ von Bas Kast, C. Bertelsmann Verlag. Wie gesagt, der Autor zahlt mir weder Geld noch schulde ich ihm einen Gefallen. Dieser Blog-Beitrag spiegelt einzig und allein meine Meinung, wieder da es, wie ich finde, ein wundervolles Beispiel für unser #BSTYOU Prinzip ist.

Um was geht es in diesem Buch?

Der Ernährungskompass von Bas Kast befasst sich, wie du bereits ahnst, mit dem Thema Ernährung. Doch geht es hier nicht um eine Anleitung „Wie werde ich schlank in 10 Tagen“, sondern Kast untersucht in seinem Buch sämtliche aktuellen Ernährungskonzepte und Ernährungsmythen und befasst sich wesentlich mit dem Thema „Wie kann ich mich ernähren um mich selbst zu heilen und gesund zu leben?“. Da er selber an Herzproblemen litt, unternahm er dabei quasi eine jahrelange Recherche und hat unzählige wissenschaftliche Untersuchungen analysiert. Als Zusammenfassung erschien dieses Buch mit den besten Ernährungstipps für eine rasche und nachhaltige Gesundheit. Dabei filtert er einige, besonders widersprüchliche Ernährungsmythen aus und befasst sich mit sämtlichen Ernährungsweisen der heutigen Zivilisation. Wie gut ist Low Fat? Wie gut ist Low Carb? Ist Fleisch wirklich komplett schlecht und leben Vegetarier wirklich länger?

Bas Fast kommt in seinem Buch auf einen wesentlichen Punkt: Nicht alle heutigen Ernährungsempfehlungen sind wirkliche Empfehlungen und es gibt nicht die eine Ernährung, die für jeden Menschen optimal funktioniert. Dennoch hat er viele Nahrungsmittel untersucht, die sich sehr positiv auf unsere Gesundheit, unser Gewicht und auch unsere „Jugend“ (ich benutze hier absichtlich nicht das Wort Alter) auswirken. Ach ja, und Kast hat es geschafft, einzig und allein mit seiner Ernährung sich komplett von seinen Herzproblemen zu befreien und ist heute nach seinen Aussagen fitter als jemals zuvor.

Warum finde ich es gut?

Ich komme hier gleich auf den Punkt: Dieses Buch zum Thema Ernährung gibt mir zum allerersten mal das Gefühl, nicht auf sämtliche Nahrungsmittel verzichten zu müssen. Im Gegenteil. Das Buch hat mir wieder richtig Lust gemacht, bestimmte Nahrungsmittel auf meinen Teller zu legen, die ich immer lecker fand, aber oft aus meinem Ernährungsplan gestrichen habe, weil ihnen Schlechtes nachgesagt wurde. So war Brot lange Zeit für mich ein absolutes Tabu, obwohl ich den Geschmack eines guten Vollkornbrotes z.B. auch nur zum Salat echt immer schon gemocht habe. Doch seit Bas Kast befindet sich in meinem Einkaufskorb wieder leckeres Vollkornbrot oder Zutaten für mein eigenes. Gleiches gilt für Fisch, Olivenöl, Nüsse jeglicher Art , Käse (das macht mich so glücklich ;)) und sogar mal eine Flasche Bier (JA, richtig gelesen!). Interessant gleichzeitig, dass auch Nahrungsmittel erwähnt werden, die man teilweise eher reduzieren oder sogar ganz meiden sollte, auf die ich weder wirklich Appetit hatte noch mir wirklich geschmeckt haben, die aber im Allgemeinen als „wichtig und gesund“ deklariert wurden. So werde ich vermutlich kaum noch Kartoffeln auf meinen Teller legen, obwohl mein Opa mir immer gesagt hat, dass Kartoffeln doch so gesund sind.

Kast schafft es in seinem Buch hervorragend, die Mechanismen und Vorgänge in unserem Körper zu erklären. Was passiert, wenn wir Zucker essen? Was wenn wir Kohlehydrate essen? Was wenn Fett? Doch vielmehr finde ich interessant, dass der Autor nicht einfach per se davon schreibt, das z.B. alle Kohlehydrate schlecht sind. Er geht hier einen wesentlichen Schritt weiter und erklärt, welche Zucker (Glucose, Fructose etc.) wie vom Körper aufgenommen werden und was dann in unserem Organismus alles passiert. Und eins sei dir versichert, auch mir hat sich hier ein ganz neues Bild gezeigt und selbst ich als (selbsternannter) Ernährungsexperte habe so viel Neues nochmal dazulernen dürfen.

Aber was mir besonders an dem Buch gefallen hat ist, dass Kast hier nicht nur auf das Abnehmen eingeht. Ja, ein Teil davon handelt von der optimalen Ernährungsweise um überschüsse Pfunde los zu werden oder gar nicht wieder aufzubauen. Doch der Ernährungskompass geht auf eine ganz andere Sache viel deutlicher ein: Wie kann eine bewusste Ernährung, d.h. eine Ernährungsweise mit Lebensmitteln, die nachweißlich einen positiven Effekt auf unseren gesamten Körper haben, unsere Gesundheit und unseren Alterungsprozess beeinflussen. Was ist also wirklich gesund, und was sind die Ernährungsmythen, die sich noch so verkrampft halten und die Konflikte der verschiedenen Ernährungsweise-Lager (Low Carb, Vegetarismus, Low Fat etc. etc.) anheizen. Ich finde es gut, dass Kast hier deutlich vermitteln kann, dass es sehr viele Grauzonen gibt und überall schlechte und gute Mythen bestehen.

Was findest du in diesem Buch nicht?

Ich hab ja jetzt schon gesagt, dass ich für das Buch keine Werbung mache. Gleichzeitig bin ich auch kein Buchkritiker, der das Buch auf Herz und Nieren analysiert hat. Vielmehr spiegelt das alles hier meine Meinung wieder, wonach ich natürlich auch kritisch auf das Buch geschaut habe.

Was mich ein kleines bisschen stört, was ich allerdings bei jedem Buch über bestimmte Ernährungsweisen ebenso empfinde, dass der Ernährungskompass einem ein „schlechtes Gewissen“ macht. Auch wenn Kast es irgendwie im Buch rum bringt, als sei mal das ein oder andere okay (außer Transfette, die sind „hoch toxisch“), neigt man selbst dazu, seinen halben Kühlschrank nach dem Lesen des Buches auszumisten. Teilweise sicherlich gut so, weil manches Lebensmittel vermutlich wirklich Schrott ist, aber das wissen viele von uns schon vorher irgendwie. Schwierig wird es mit Lebensmitteln, die Kast im Buch nicht ausdrücklich erwähnt, sondern verallgemeinert umschreibt. Es ist sicherlich hervorragend für bestimmte Sachen sensibilisiert zu werden, aber was ist, wenn das Lieblingsessen oder Lebensmittel auf einmal auf einer schwarzen Liste steht (z.B. meine heiß geliebten Fitness-Schoko-Riegel ;))? Kann man das Lieblingsessen dann noch genauso genießen wie vorher? Muss und soll man manchmal diese Wahrheit wirklich wissen? Okay, zugegeben ist das unfair, dass als Schlechtes an dem Buch zu finden, denn sicherlich ist das nicht die Absicht von Kast. Ich möchte dabei nur sagen, dass das Buch einige Augen öffnet, die wir vielleicht lieber geschlossen halten wollen, und leider kommt es nur sehr unterschwellig rüber, als sei es auch mal okay die Augen zu zumachen.

Noch ein Fakt, der mich aber auch nur ein wenig stört: Der Ernährungskompass geht hervorragend auf die allgemeine Gesundheit und die dazu passende Ernährung ein. Doch denken wir beispielsweise an eine Sportlerernährung, sind vielleicht manche Dinge aus dem Buch nichtmehr vollends passend. Denn wie wir ja alle wissen, ist die Ernährung beim Sport, egal ob es Muskelaufbau ist oder zur Vorbereitung eines Marathons, wichtiger als das Training selbst. Eine Empfehlung, einmal in der Woche Fisch, einmal im Monat weißes Fleisch wie Hühnchen und eher nur ab und zu auf rotes Fleisch zurück zu greifen, mag für den Veganer oder Vegetarier unter uns richtig klingen, aber sicherlich nicht für den nicht veganen oder vegetarischen Bodybuilder. Dieses Streitthema möchte ich hier nicht öffnen. Veganer und Vegetarier haben an vielen Stellen sicherlich recht, dass sie sich gesünder ernähren (wobei auch hier vorausgesetzt, bestimmte Vitamine und Fette werden auch mit aufgenommen). Doch auch als Personal Trainer sehe ich es nicht gerne so schwarz oder weiß. So denke ich, dass es wichtig ist, unseren Insulinhaushalt bewusst im Körper zu steuern, um ein Muskelwachstum zu begünstigen. Zudem muss dem Körper für das Muskelwachstum eine entsprechende Menge an Protein zugefügt werden. Dass einige Proteine anders aufgenommen werden als andere, wird in dem Buch erläutert. Doch welche Proteine (pflanzlich oder tierisch) nun für den Muskelwachstum besser ist, konnte ich nicht direkt aus dem Buch herauslesen. Viele Informationen kann man zwischen den Zeilen aus dem Buch zwar herauslesen, doch für den Otto-Normal-Verbraucher, der sich das Buch einmal durchliest, sich aber vorher nicht mit Ernährung beschäftigt hat, reichen diese Infos meiner Meinung nach nur oberflächlich aus. D.h. ein Ernährungsexperte ist man nach dem Lesen dieses Buches sicherlich nicht.

Gut, auch wieder unfair, weil auch das sicherlich nicht das Ziel des Buches ist. In dem Buch geht es um eine Ernährung, die möglichst gesund ist. Und Punkt. Was aus dem Buch nur so gering entnommen werden kann ist die Information, dass die Ernährung immer individuell angepasst werden muss, je nachdem, was man so erreich will. Willst du einfach nur gesund leben, reicht das völlig aus. Vielleicht sogar ein bisschen mehr als das, denn das Buch erklärt hervorragend unseren Organismus und wie er mit bestimmten Nahrungsmitteln umgeht. Doch diese Individualität unserer Körper und besonders bezogen auf unserer Ziele kommt meiner Meinung nach etwas kurz in dem Buch.

Naja, das ist meckern auf ganz hohem Niveau, um vielleicht krampfhaft auch einen Kritikpunkt an diesem Buch zu finden. Alles in allem kann ich von dem Buch nur behaupten: UNBEDINGT LESEN!

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Ich bin Oli, Gründer und dein Personal Coach, wenn es um das Thema Selbstbewusstsein und Potentialentfaltung geht. 

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