LIVABLE Max: DAY 7 - Erfolge und Herausforderungen


Heute ist Tag 7. Das heißt ich habe jetzt seit 7 Tagen kaum Kohlehydrate zu mir genommen. Genau genommen sind es täglich maximal 15g. Anfangs eigentlich kein Problem, denn endlich dürfen die richtig fettigen Sachen her halten: Käse, Salami, Kaminwurzl. Was ich sonst in meiner Ernährung eher meide, findet Einzug in meinen täglichen Ernährungsplan (und wie geil ist es, wenn du einen ganzen Ofenkäse verdrücken darfst ;)).

Ab dem vierten Tag befindet man sich dann merklich in der Ketose... mit all seinen Erfolgen, aber auch seinen Herausforderungen und Nebenwirkungen. Aber alles nach der Reihe:

Messungen

Alter: 30 (noch immer ;))

Körpergröße: 1.77cm

Gewicht Beginn: 79,6kg

Gewicht NEU: 77,4kg

KFA Beginn: 13,91% (gem. 3 Falten Methode nach Jackson und Pollock)

KFA NEU: 11,96% (gem. 3 Falten Methode nach Jackson und Pollock)

Bauchumfang Beginn: 93cm

Bauchumfang NEU: 90,5cm

Smart Bodymass Index Beginn*: 38/70

Smart Bodymass Index NEU*: 38/70

Erfolge in 7 Tagen

Gewicht: - 2,2kg

KFA: - 1,95%

Bauchumfang: - 2,5cm

Ja, die Erfolge können sich sehen lassen. Ich habe über 2 Kilo in 7 Tagen verloren, was ich auch eindeutig im Spiegel sehen kann. Auch das Fett ist merklich runter, was bedeutet, dass die 2 Kilo besonders auch abgenommenes Fett bedeuten. Die Bauchmuskeln kommen wieder deutlicher zum Vorschein, die Muskeln wirken definierter und (wer es mag) die Adern werden nach und nach sichtbarer. FAZIT: Die Ketogene Diät funktioniert einfach!

Herausforderungen und Nebenwirkungen

Eigentlich müsste man meinen, dass die ketogene Diät das Erfolgsrezept ist und für jeden zu Empfehlen ist. Aber da muss ich leider einen Strich durch die Rechnung machen, denn ja, die Diät funktioniert, und nein, sie ist alles andere als einfach. Es gibt einige Herausforderungen die eine enorme Disziplin voraussetzen: Kein Gemüse, kein Obst, keine Saucen, kein Latte Macchiato (es sei denn, ihr nehmt dazu kohlehydratfreie Mandelmilch), kein Eis (besonders schwer bei diesem heißen Wetter. Auch wenn Käse und Fleisch sehr geil klingen, es wird sich schon bald ein Hungergefühl auf Kohlehydrate einstellen. Besonders Herausfordernd ist es dabei, wenn du unterwegs bist und nicht einfach so auf kohlehydratfreies Essen zurückgreifen kannst. Leider gibt es in den Restaurants oder an Imbissbuden keine bzw. kaum No Carb Gerichte. Bist du nun geschäftlich unterwegs (so wie ich in dieser Woche) und hast lange Arbeitstage (10-20 Stunden pro Tag), dann sehnt sich der Körper umso mehr nach schneller Energie. Wenn du die Möglichkeit hast, auf ein Buffet o.ä. zurück zu greifen (und da ist das Frühstück in England eigentlich ganz gut mit seinen Würstchen, Speck und Eier :)) dann hast du es etwas einfacher. Im Restaurant hilft nur: Karte inspizieren, wo du am meisten Fette und Einweiße und die wenigsten Kohlehydrate herausholen kannst. Und wenn du auf deinem Teller plötzlich Knoblauchecken liegen hast, die verführerisch riechen, dann beginnt für dich in deinem Körper der Kampf der Kämpfe.

Doch nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die Nebenwirkungen der Ketose machen es dir nicht sonderlich einfach. So stellt sich nach dem vierten Tag ein regelrechter "Heißhunger" ein, obwohl du nur wenig Kalorien pro Tag einbüßt. Doch der Magen knurrt, denn der Blutzucker ist niedrig. Ich habe diese Woche wieder die Erfahrung gemacht, dass ich während des Trainings richtigen Hunger verspüre (während dem Planken überkam mich eine Mischung aus Bauchmuskelbrennen und Magen knurren). Dieses Hungergefühl sollte sich normalerweise in Grenzen halten, was sich bei mir meist erst in der zweiten Woche einstellt, aber was auch abhängig ist, wie der Körper bereit ist, sich an den eigenen Fettzellen zu bedienen. Zudem fühle ich mich während des Trainings noch schlapp, die Kilos auf der Hantel empfinde ich fast als doppelt so schwer. Die Power ist niedrig, insbesondere bei hohen Intensivitätstechniken wie HIIT. Wenn dann noch Cardio dran ist, dann ist das Beißen größer als unter vollen Glycogenspeicher. Manche nennen diesen Zustand die "Keto-Grippe", die besonders anfangs auftritt. Der Zustand sollte sich allerdings nach einer Zeit in der Ketose verändern. Weiterer unangenehmer Effekt: Bei der Ketogenen Diät werden die Ketonkörper über die Haut, den Atem und die Abfallstoffe abgetragen. Ab und an ist daher ein Kaugummi angesagt. Ich empfinde auch einen viel größeren Durst und einen trockenen Mund (besonders Nachts). Ich habe bei der ketogenen Diät immer das Gefühl, viel mehr zu trinken zu müssen, da ich immer einen sehr trockenen Mund als auch sehr trockene Haut habe. Eine App hilft mir, das Trinken nicht zu vergessen, noch bevor sich mein Mund anfühlt, als hätte ich gerade einen Löffel Sand gegessen.

FAZIT:

Die Ketogene Diät hat bei mir voll angeschlagen, hat die erwartungsgemäßen Erfolge als auch Herausforderungen mit sich gebracht. Mein Sport ist zwar schwer geworden, aber mein Biss ist dadurch viel Größer, wodurch ich selbst noch nach harten Trainings eine 100kcal Rudereinheit als "Cool Down" einlege. Der Kühlschrank ist wieder gefüllt mit fettreichem und kohlehydratfreien Lebensmitteln, dh. die zweite Woche steht jetzt an. Ich werde dich natürlich auf dem Laufenden halten über meine Erfolge.

PS:

Mit diesem Blog möchte ich dir eines zeigen: Mit Disziplin und den richtigen Mitteln kannst du enorme Ziele erreichen, und das in kurzer Zeit. Meine Empfehlung dabei ist allerdings, dich von jemandem beraten und begleiten zu lassen, der einschätzen kann, ob z.B. eine Ketogene Diät etwas für dich ist. Eine solche Diät kann sehr positiv anschlagen, allerdings birgt sie auch viele Herausforderungen und sogar Gefahren, z.B. wenn du sowieso schon mit deinem Blutzucker zu kämpfen hast. Anfängern empfehle ich die Ketogene Diät auf KEINEN FALL! Zu groß sind die Risiken, alleine z.B. in einen Heißhungerwahn zu fallen. Zudem ist das Nervensystem etwas geschwächt, dass kann beim Training Probleme und sogar Verletzungen bedeuten. Viele Verfallen hierbei auch in einen "Abnehmwahn" und unterschätzen die Wichtigkeit der richtigen Makronährstoffverteilung als auch der ausreichenden Zunahme von Kalorien. Wer seinen Stoffwechsel so durcheinander bringt, kann durch falsche Makronährstoffverteilungen oder durch ein zu hohes Kaloriendefizit sogar das Gegenteil des gewünschten Ergebnisses forcieren. Mache eine solche Diät daher bitte nur nach vorheriger Beratung, bestenfalls auch durch einen Arzt, der noch andere gesundheitliche Risiken einschätzen kann.

PPS:

Noch als kleiner Hinweis. Die fehlenden Kohlehydrate können dich unglücklich und aggressiv machen, denn besonders die Ketogene Diät bedeutet sehr hohen Stress für den Körper (es heißt ja "Kohlehydrate machen glücklich", aber diese entzieht man ja jetzt vollends dem Körper). Dieser Stress bewirkt einen höheren Cortisolspiegel, der wiederum zu einem geringeren Umsatz von L-Tryptophan und schließlich zu niedrigerem 5-Hydrixytryptophan führt, das der Körper für die Serotoninsynthese benötigt. Serotonin wird übrigens vom Körper für viele Sachen benötigt und wirkt sich unteranderem positiv auf die Stimmung, das Schlafverhalten, Schmerzresistenz, Sexualverhalten sowohl auf den Magen-Darm-Trakt, das Auge und das Nervensystem aus. Daher kann eine zusätzliche Supplementierung der 5-HTP Vorstufe L-Tryptophan während der Ketogenen Diät sinnvoll sein. NUR SO ZUR INFO ;)

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Über LIVABLE.YOU Stuttgart

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Ich bin Oli, Gründer und dein Personal Coach, wenn es um das Thema Selbstbewusstsein und Potentialentfaltung geht. 

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