Fitness-Exoten: Equipment


In jedem Fitnessstudio gibt es sie: Kurzhanteln, Langhanteln, Klimmzugstange und Crosstrainer. Diese Equipments sind bestens bekannt und die meisten wissen, wie sie damit umzugehen haben und wofür vereinzelte Gerätschaften gut sind. Doch immer öfter treiben sich Equipment Exoten in den Studios herum. Vor allem sieht man immer öfter Fragezeichen vor einigen Neugeräten aufblitzen, die nicht immer auf den ersten Blick klar machen, wie sie zu nutzen sind und welche Muskelgruppen sie ansprechen wollen.

Doch fernab dieser Trainingsgeräte im Fitnessstudio, die dennoch meist ähnlich wie bereits bestehende Geräte aufgebaut sind, gibt es Equipment, von dem du bisher wohlmöglich noch nicht gehört hast (geschweige mit dem schonmal trainiert hast), die allerdings sehr beeindruckende Ergebnisse erzielen können. Im folgenden möchte ich dir einige, wenige dieser Equipment-Exoten vorstellen. Aber ACHTUNG: Mit manchen Trainingsgeräte riskierst du vielleicht einige, schräge Blicke im Fitnessstudio!

1.) Mein Liebling: Der Bulgarian Bag (Core-Bag)

Mein absolutes Lieblingsequipment, dass allerdings vielen noch unbekannt ist: Der Bulgarian Bag. Der Bulgarian Bag ist ein Halbmond-geformter Leder-Bag der im Kraft-Training, Herz-Kreislauf-Training und im Functional Fitness eingesetzt wird. Besonders ist dieser Bag bei Ringern beliebt, da mit ihm unter anderem sehr explosive Schwung-, Drück- und Ziehübungen ausführen kann. Zudem ist der Bag ideal für Schulterübungen, Bauchübungen sowie für das Beintraining geeignet und kann durch seine verschiedenen Griffarten sehr unterschiedlich eingesetzt werden. Ich baue den Bulgarian Bag in fast jedes Workouts mit ein, sei es für mein Aufwärmprogramm, Mobilitätstraining oder besonders für mein MMA Training. Einfach empfehlenswert.

2.) Alter Hase: Die Kettlebell

Mittlerweile ein alter Hase: Die Kettlebell. Die Kettlebell ist eine Kugelhantel, die einfach gesagt aus einer Kugel und einem Griffbügel besteht und somit zu den freien Gewichten gehört. Mit ihr kann man viele unterschiedliche Übungen im freien Gewichtstraining durchführen, ideal zur Ergänzung des normalen Kurzhanteltrainings. Die Kettlebells gibt es dabei in verschiedenen Ausführungen: Aus Gusseisen, aus kunststoffummantelten Beton oder aus Stahl. Auch die Griffe variieren dabei, somit hat man unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Besonders die Steigerung der funktionellen Kraft, der Kraftausdauer, der Koordination und der Körperbeherrschung stehen beim Training mit diesem Equipment im Vordergrund. In meinem Groupfitnessworkouts aber auch in meinen eigenen ist stets eine Kattlebell mit dabei um mit z.B. Goblin-Kniebeuge, rumänisches Kreuzheben oder Kettlebellswings das Training nochmals auf ein neues Level zu bringen.

3.) Bereit für dem Kampf? Das Battlerope

Diese "fetten" Seile sind bereits lange Zeit Bestandteil des Kampfsport-Trainings und finden nun immer mehr Anschluss auch im normalen Funktionalen Training. Der Vorteil: Das Training mit diesen Seilen bringt dir gleichzeitig Kraft, Rumpfstabilität, Masse und Gleichgewicht. Durch die unterschiedlich möglichen Bewegungsmuster trainierst du gleichzeitig Kraft und Masse sowie deine aerobe und anaerobe Ausdauer. Das Training kann dich in wenigen Minuten auspowern oder auch nur dein Training wunderbar ergänzen. Von den klassischen auf-und ab Bewegungen (sogenannte "Waves") bis hin Seitwärtsbewegungen, die wesentlich den Rumpf stärken, ist dieses Seil ein wirkliches Allround-Wunder und mittlerweile fester Bestandteil meiner MMA Workouts und teilweise in den Gruppenfitness-Workouts geworden.

4.) Mehr Pump: Der Bizepsvoluminizer

Klingt irgendwie nach "Injektionsspritze", aber der Bizepsvoluminizer funktioniert. Ein ergonomisch geformter "Bügel", den du für dein Bizepstraining anlegen kannst, hilft dir, deinen Bizeps isolierter zu trainieren. Denn nichts anderes macht er. Er isoliert beim Training deinen Bizeps, du kannst deine Bewegungen nicht abfälschen und hast im Gegenteil eine viel bessere Körperspannung die dir Hilft den Bizeps zum explodieren zu bringen. Ich nutze ihn gerne, um meinen Trainees ein besseres Gefühl in ihrem Bizepstraining zu geben. Auch ideal im Trainingsplateau, da der Muskel besser (isolierter) beansprucht wird. Ein Tipp: Klappt am besten mit Langhantelcurls.

Den Voluminizer gibt es hier: https://www.muskelmacher-shop.de/bizeps-voluminizer​

5.) Koordination pur: Die Speedladder

Die Speedladder hat in den USA schon lange Einzug im Agilitätstraining gefunden, insbesondere im American Football. Die Ladder wird dabei auf dem Boden ausgelegt und sieht dabei in etwa aus wie das Hüpfspielspiel "Himmel und Hölle", dass die Generation "wir haben noch draußen gespielt" als Kinder gespielt haben. Verschiedene Drills helfen dir, deine Koordination zu verbessern sowie deine Beinschnelligkeit zu trainieren. Kein Muss, aber eine ideale Unterstützung des Koordinationstrainings.

6.) Wormup & Workout: Widerstandsbänder

Auch eins meiner absoluten Lieblingsequipments sind Widerstandsbänder. Ideal zum Wormup oder für das Mobilitytraining, kannst du Widerstandsbänder universell einsetzen und dein Training so ergänzen. Du kannst sogar mit Widerstandbändern ganze Workouts durchführen, ohne dass du anderes Equipment brauchst. Dazu gibt es die Bänder in verschiedenen stärken bzw. Widerständen, mit denen du Bizepscurls, Schulterdrücken, Rudern und sogar Liegestütze mit Widerstand ausführen und somit deinen ganzen Körper trainieren kannst. Ideal: Die Widerstandsbänder finden in jedem Gepäck platz und können in jedem Hotelzimmer problemlos genutzt werden. Somit hast du dein Gym in deiner Tasche dabei und kannst auch trainieren, wenn du auf Reisen bist. Meine Lieblingsbänder gibt es hier.

Hinweis: Bald gibt es von mir ein ganzes Workout nur mit Widerstandsbändern, das du überall ausführen kannst. Also am Besten: Newsletter abonnieren ;)

7.) All-in-One-Paket: Schlingentrainer

Training mit dem eigenen Körpergewicht ist heute ebenfalls schon ein alter Hase. Eine super Ergänzung ist dabei das Krafttraining durch sogenannte Schlingentrainer. Mit Hilfe eines Schlingensystems, dass entweder an Haken oder bei manchen Systemen auch in der Tür eingehakt werden kann, kann der ganze Körper mit entsprechenden Bewegungsabläufen trainiert werden. Das Prinzip dabei ist die Nutzung der Instabilität, die der Körper durch die Aktivierung der Muskeln versucht stets auszugleichen. Neben der Beanspruchung der großen Muskelpartien geht somit das Training mit dem Schlingentrainer auch in die Tiefenmuskulatur. Der Widerstand des Trainings kann dabei leicht durch den Winkel des Körpers zum Boden verändert bzw. erschwert werden. Da der Schlingentrainer meist sehr handlich ist, kann dieser auch sehr einfach überall hin mitgenommen werden wodurch man sein Fitnessprogramm immer dabei hat.

Das berühmteste Schlingentraining ist dabei wohl TRX® Suspension Training®.

8.) Die neue Art von Ballsport: Slam Ball & Wall Ball

Slam Ball klingt nach dem spaßigen Basketballerlebnis auf Trampolinen. Aber hier ist ein Art Medizinball gemeint, der durch seine besondere Beschaffenheit ideal für das funktionelle Training eingesetzt werden kann. Besonderheit des Balls: Seine äußere Gummihaut ist so Widerstandsfähig, dass sie fast allen Belastungen stand hält. Du kannst den Ball also mit viel Kraft zu Boden werfen, durch seine Sand/Eisen Füllung prallt dieser nicht zurück sondern bleibt sort liegen, wo du ihn hin "ge-slamt" hast. Der Slam Ball kann ideal zum explosiven Training genutzt werden und wird dich in kurzer Zeit aus der Puste bringen. Muskelkater garantiert.

Ebenfalls zu Erwähnen ist dabei der Wall Ball, ein Medizinball, der ebenfalls durch seine besondere Beschaffenheit und Füllung den Aufprall absorbiert. Der Wall Ball kann dabei ideal für das Functional-, Core- und Cross-Training eingesetzt werden. Wer einmal (richtig) mit einem Wall Ball trainiert hat weiß, dass ein harmloser Ball enormen Muskelkater verursachen kann.

9.) Faszien Training: Foam Roller & Blackroll®

Vielleicht beinahe fehl am Platz wenn wir über Exoten sprechen sind die sogenannten Foam Roller, vielmehr bekannt als Blackroll®., was jedoch nur eine Marke unter vielen Foam Rollern ist (Der deutsche Begriff ist übrigens Faszienrolle ;)). Der Foam Roller ist dabei eher weniger ein Workoutgerät im klassischen Sinne. Vielmehr ist die Rolle aus Hartschaum dazu gedacht, die Faszien (eine Weichteilkomponente des Körperbindegewebes) mit Hilfe des Ausrollen zu stimulieren und eine art "Selbstmassage" zu bewirken. Ich legt euch dabei mit dem eigenen Körpergewicht auf die Rolle und rollt über die entsprechende Faszienregion vor und zurück (ACHTUNG: Prinzipiell sollte es nicht unangenehm schmerzen sondern sich ähnlich, wie bei einer kräftigen Massage anfühlen). Daher kommt die Faszienrolle meist im physiotherapeutischem Umfeld zum Einsatz, um unteranderem die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern. Dennoch kann die Faszienrolle auch hervorragend als Trainingsergänzung eingesetzt werden, um Restverspannungen im Körper zu lösen und auch die Beweglichkeit zu verbessern. Ich nutze die Blackroll® wesentlich vor dem schweren Rückentraining, um die Faszien auszurollen und die volle Beweglichkeit (Fitness-Deutsch: Range of Motion) beim Rückentraining zu gewährleisten. Bei Verspannungen oder wenn der Muskel mal wieder zu macht, gibt es keine bessere Therapie als die Eigenmassage mittels der Faszienrolle. Da sie auch nicht teuer ist, sollte sie schon beinahe Pflicht in eurem Sortiment sein.

Die original Blackroll® gibts unteranderem hier

10.) Mentionable: Sonstiges, erwähnenswertes Equipment

Natürlich gibt es noch weitaus mehr Equipment, das ihr bisher nicht gesehen habt. Empfehlenswert ist dabei sicherlich die jährliche FIBO Messe in Köln, bei der ihr stets neue Verrücktheiten begutachten könnt. Equipment im Bereich Groupfitness habe ich bewusst hier raus gelassen, wobei natürlich sehr interessante Geräte wie beispielsweise XBT oder vielleicht sogar die Pole-Dance-Stange (für all die Mädels da draußen) einen Blick wert wären. Zudem gibt es weiteres, sehr interessantes Equipment aus dem Bereich Crossfit, Functional Fitness und natürlich dem Kampfsport. So gibt es neben Boxsäcke und Punchingballs auch Reflexbälle, die deine Koordination und deine Reflexe insbesondere im Kampfsport trainieren.

Ab Abschluss aber gebe ich euch noch einen meiner Lieblinge mit auf den Weg: Der "Elevation-" oder einfach Trainingsmaske. Eine solche Atemmasken ahmen die Wirkung von Höhentraining nach, dh. durch das Training mit der Maske wird die Dichte der roten Blutkörperchen erhöht wodurch auch mehr Sauerstoff durch den Körper transportiert wird. Sobald du ohne die Maske trainierst, du quasi wieder auf Normalhöhe bist, fühlst du eine Besserung deiner Schnelligkeit, deiner Ausdauer und eine Verbesserung deiner Atmung. Die Masken heben also dein Training auf ein nächstes Level und bringen dir nochmal einen nächsten Sprung in deinem Fortgeschrittenen Training. Anfängern ist meiner Meinung nach die Maske allerdings erstmal nicht zu empfehlen.

Freut euch im nächsten Blog auf weitere Fitness-Exoten, dann aber Workoutarten, die ihr vermutlich so noch nicht gemacht habt.

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