USA 2016 - Von San Francisco nach New York (Teil 4: Las Vegas (Nacht 1) & Grand Canyon)


So schön die Westküste auch ist, der Trip durch die USA hat gerade erst begonnen. Wir haben bereits wunderbare Eindrücke gewonnen gehabt, doch nun erwartete uns ein Highlight, dass wir nicht nur unser Leben lang nichtmehr vergessen werden, nein, es war zudem ein Lebensziel, ein Punkt auf meiner Bucket Liste den ich zu meinem Runden, 30. Geburtstag erleben durfte. Die Rede ist von Viva Las Vegas und dem einfach nur atemberaubenden Grand Canyon.

Man ist das bunt hier

Um nicht viel Zeit zu verlieren, hatten wir uns entschlossen mit dem Flugzeug von San Francisco nach Vegas zu fliegen. Die kurze Flugreise ist sein wenig Geld wirklich wert, denn es ist nicht nur schneller, sondern auch preiswerter als ein Mietwagen. Grundsätzlich sind die Inlandsflüge in den USA überaus günstig zu haben und immer eine Alternativüberlegung zum Auto, solltet ihr nur begrenzte Zeit mitbringen.

Als das Flugzeug auf der Landebahn aufsetzte und man in der ferne schon etwas von der Stadt erahnen konnte (leider saßen wir auf dem Hinflug auf der falschen Seite und konnten beim Anflug Vegas noch nicht sehen), wurde in mir ein Kleinkind wach. Ich war tatsächlich unheimlich aufgeregt und hörte in meinem Inneren Ohr stets Elvis Presley "Viva Las Vegas" singen. Kaum aus dem Flugzeug ausgestiegen wurde uns bewusst, wie anders diese Stadt doch ist: Man war das bunt hier! Die Spielautomaten lockten bereits am Flughafen von Vegas mit Ihren Superjackpots und viele Touristen versuchten hier noch ein letztes mal ihr Glück. Man erkannte sofort, wer gerade in Vegas angekommen war und wer wieder abreiste. Augenränder, traurige und gestresste Gesichter zeigten, dass Vegas Geld und Energie rauben kann. Doch abhalten tut das einen nicht, im Gegenteil, man ist gespannt was einen wohl erwartet. Um in die Stadt zu kommen lohnt sich einer der vielen Shuttelbusse, die es für wenig Geld (9$ pro Person) direkt am Ausgang des Flughafens zu buchen gibt. Unser Busfahrer war dabei richtiger Unterhalter der uns schon bei der Hinfahrt nützliche Tipps und Tricks für die Stadt gegeben hat. Diese versuchen sich natürlich somit ihr Trinkgeld zu verdienen (wie so viele in den USA), was man dann aber auch gerne gibt, wenn einen der Fahrer direkt vor das Hotel fährt und hilft, das Gepäck wieder auszuladen.

Luxus in der Stadt die niemals schläft

Die erste Nacht verbrachten wir dabei im SLS Hotel in Las Vegas etwas südlich und außerhalb des Strips. Dennoch war dieses Hotel sein Geld wirklich wert denn die Zimmer sind einfach nur Luxus in der Stadt die niemals schläft. Die Bilder sprechen dabei Bände :) Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, gleich auf den Strip zu gehen und was soll ich sagen, noch mehr Kleinkind kam aus mir hervor. Ihr könnt dabei auf die vielen öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen oder einfach ein paar Meilen Fußmarsch einlegen. Letzteres empfiehlt sich um Vegas einfach mal auf euch wirken zu lassen. Sobald ihr am Circus Circus Hotel vorbei kommt und den Strip vor euch habt, werdet ihr wissen was ich meine. Diese Stadt ist einfach nur einzigartig! Die vielen Hotels, die jeweils ein bestimmtes Motto verfolgen, ragen mit vollem Stolz in die Höhe. Pyramiden, der Eiffelturm, klein Venedig, sogar ein Schloss wurden als Hotel gestaltet. Menschen laufen mit den gleichen leuchtenden Augen wie wir selbst auf den Straßen herum. Die Massen strömen aus und in die Casinos und man fragt sich, wie lange manche wohl schon auf den Straßen unterwegs sind und Geld gewinnen oder verlieren. Man merkt sofort: Das ist die Stadt die niemals schläft! Verkehr gibt es zur jeder Tageszeit, an jeder Ecke gibt es bunte und sich bewegende Bilder und Musik kommt gefühlt aus jeder Richtung. Der erste Eindruck von Vegas ist überwältigend. Und der Eindruck bleibt einem wirklich für sein Leben. Man spürt gleich, diese Stadt ist nicht zum Leben gedacht, diese Stadt ist für den Spaß ausgelegt. So gibt es auch überall Souvenirs, Essen oder auch Alkohol zu kaufen, den man einzigartig in den USA auf offener Straße verköstigen darf. Diese einzigartige Stadt: "Even if there were forty more (Hours) I wouldn't sleep a minute away" (Elvis Presley).

Zwischenstopp Natur - bevor's richtig los geht

Vom Ersteindruck geflashed wollten wir dennoch erstmal einen Zwischenstopp einplanen, bevor wir Vegas dann wirklich genießen. Ich kann jedem nur empfehlen am ersten Abend in Vegas erstmal alles anzuschauen und alle Eindrücke auf sich wirken zu lassen, bevor man sich in die 24 Stunden von Vegas stürzt.

Da ein großer Wunsch von mir war, meinen Geburtstag besonders zu erleben und zu feiern, hatten wir den Ausflug in den atemberaubenden Grand Canyon geplant. Also ab zum Mietwagenverleih. Um keine Zeit zu verlieren, haben wir uns ein UBER geholt, das in Vegas wirklich herausragend günstig ist, da die Strecken meist recht überschaubar sind. Die App sich vorab zu installieren und UBER in den USA zu nutzen kann ich daher einfach nur empfehlen. Vom Flughafen ab (da ist der Mietwagenverleih) und mit einer Pumpkin Spiced Latte von Starbucks bewaffnet ging es dann los, 275 Meilen in Richtung Osten. Praktisch: ca. 45 Meilen nach Start könnt ihr nochmal einen besonderen Zwischenstopp einlegen um den größten Staudamm der USA zu bewundern. Der Hoover-Dam ist einen Blick wert, denn dieser majestätische Damm mit seinem riesigen Stausee ist gleichzeitig auch die Bundesstaatgrenze zwischen Nevada und Arizona. Wenn ihr die Chance und das nötige Kleingeld habt, lohnt sich sicher auch in Vegas direkt eine der gefragten Helikopter Touren zum Hoover Dam zu buchen. Doch auch und gerade mit dem Auto ist der Besuch empfehlenswert, da er außer Parkkosten völlig kostenlos ist.

Nur noch 200 Meilen geradeaus

Doch da das Abenteuer gerade erst angefangen hatte, ab ins Auto und weiter in Richtung Grand Canyon. Schließlich waren es ja auch nur noch 200 Meilen geradeaus. Und bei 60 bis 70 Meilen die Stunde, kerzengeraden Straßen bei denen man Meilenweit teilweise kein anderes Auto sah, war das die LANGWEILIGSTE FAHRT MEINES LEBENS. Dank Tempomat hatte man bis auf minimale Lenkkorrekturen aber auch wirklich nichts zu tun, außer die Landschaft zu begutachten. Die wenigen Wechsel der Fahrbahnen oder vom Highway 93 auf die Interstate 40 waren da schon ein richtiges Abenteuer. Um uns nicht zu verfahren, hatte ich vorher bereits auf meinem iPhone die App CoPilot USA heruntergeladen, die offline und zugleich hervorragend funktioniert. So musste ich nichtmal mehr navigieren und ich hätte fast schon ein Nickerchen am Steuer halten können.

Noch eine Nacht bevor es in den Canyon geht

Die Fahrt von Vegas zum Grand Canyon zieht sich also länger als gedacht. Da lohnt sich der Stop und eine Übernachtung, bevor man am nächsten Tag frisch und früh zum Canyon aufbricht. Wir hatten uns dabei das schöne Örtchen Williams in der nähe des Süeingangs des Grand Canyons ausgesucht. Das nette Städtchen hat ca. 2500 Einwohner, liegt an der Interstate 40 und hat einen Anschluss zur Route 66. Man sieht daher auch gut und gerne Biker und Touristen. Vom Bahnhof in Williams im Ortszentrum startet auch der ganzjährig fahrende Grand Canyon Railway zum Südrand des Grand Canyons, der hier mit seinen traditionellen Dampflokomotiven und Wagons schön anzuschauen ist. Noch eine Nacht bevor es in den Canyon geht und uns fällt besondern eine Sache auf in Williams: Es ist wirklich Ar*** kalt. Die unheimliche (fast übertrieben) nette Dame an der Rezeption unseres Hotels meinte dabei, dass es üblich ist um diese Jahreszeit und dass sie sogar Schnee erwarten würden. Also denkt nicht, dass es am Grand Canyon nur warm ist, schließlich befindet ihr euch auf 2000m Höhe.

Ein Moment meines Lebens, den ich nie wieder vergessen werde

Es war der 23.09.2016 und mein Geburtstag. Mit einem sehr guten Gefühl bin ich an diesem Morgen neben meiner wundervollen Freundin aufgewacht. Ich war 30 geworden, doch wie ein Kleinkind freute ich mich an diesem Tag endlich dieses Naturspektakel sehen zu dürfen. Also gestärkt, getankt und auf zum Grand Canyon. Auf der noch etwa 1 stündigen Hinfahrt fällt mir auf, dass rundherum alles gar nicht wie ein Canyon aussieht. Vielmehr fragt man sich "Wo zum Teufel soll den hier ein Canyon sein"? Doch je näher man kommt, desto klarer wird es und man kann den Canyon zumindest etwas erahnen. Wir suchen uns einer der vielen Aussichtsbereiche aus, die in regelmäßigen Abständen an der Straße innerhalb des Canyon Nationalparks auftauchen, ohne den Canyon tatsächlich schon richtig gesehen zu haben. Als wir aus dem Auto stiegen und ein paar Schritte gingen, war er plötzlich da: Der Grand Canyon. Ein Moment meines Lebens, den ich nie wieder vergessen werde. Vor Schönheit dieses Wunders trieb es mir die Tränen in die Augen. Die Stille in diesem Moment, unbeschreiblich. Die Größe dieses Canyons, mit keinem Bild dieser Welt auch nur annähernd einzufangen, fast schon surreal. Schaut euch die Bilder in Ruhe an, doch leider kann keines der Bilder diesen majestätischen Eindruck einfangen. Es war ein Moment meines Lebens, den ich nie wieder vergessen werde.

Natürlich wollten wir es uns nicht nehmen lassen, auch am Canyon eine kleine Wanderung zu machen. Zu empfehlen ist dabei der South Kaibab Trailhead im östlichen Bereich des Canyons in der Nähe des Yaki Point, da dieser recht einfach ist und sehr schöne Aussichtspunkte bietet. Bitte denkt daran, dass ihr keine Wanderung zum Colorado River, insbesondere nicht innerhalb eines Tages, einplanen solltet. Die Trails sind nicht ohne und das heimtückische ist, dass ihr den schweren Teil, nämlich den Aufstieg dann noch vor euch habt, da ihr Anfangs erstmal den Canyon herunter steigt. Zudem sind die Temperaturunterschiede hoch je weiter runter ihr steigt. Den Canyon zum Colorado River zu wandern, solltet ihr daher nur machen, wenn ihr geübte Wanderer seid und mindestens einen Tag für den Abstieg und einen für den Aufstieg einplant. Wenn ihr allerdings wie wir nur einen Tag Grand Canyon eingeplant habt, dann schaut euch stattdessen lieber den Sonnenuntergang an, am besten östlich beim Desert View Watchtower. Nehmt euch hier allerdings eine gute Jacke, eine Mütze und sonstige dicken Klamotten mit (ggfs. eine Decke), da der Wind wirklich extrem sein kann am Desert View. Mit der untergehenden Sonne kommt die Kälte Hinzu und auch wenn ihr mit zahlreichen Touristen irgendwann auf Tuchfühlung und beinahe Kuscheln seid, sollt ihr nicht um Finger und Nase bangen müssen. Der Sonnenuntergang am Grand Canyon ist dabei aber auch eine eiskalte Nase wert, denn dieses Farbenspiel wird euch immer in Erinnerung bleiben. So wie der gesamte Besuch am Grand Canyon.

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