USA 2016 - Von San Francisco nach New York (Teil 6: New York City)


Ein durch einen Fluss entstandener Canyon, eines der schönsten Nationalparks der USA, ein Gefängnis auf einer Insel und eine Stadt, die einfach niemals schläft. Diese wundervollen Tage in den USA mit all seiner Vielfalt und Sehenswürdigkeiten waren ihr Geld schon allemal wert. Doch ein Ziel war noch offen. Eine Stadt, die mich schon 2012 in seinen Bann gezogen hat. Eine Stadt, die wunderschön, faszinierend, gigantisch, vielfältig, kulturell und abenteuerlich zugleich ist: New York City. Jeder, der bereits in New York war, weiß, wie einzigartig diese Stadt ist. Ich kann dabei jedem nur empfehlen, mindestens 7 Tage in New York mal einzuplanen, um nicht nur von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu hetzen. New York ist viel mehr als das. Die New Yorker Kultur kann erst nach einigen Tagen so richtig empfunden und angenommen werden. Werdet zum New Yorker, seid ein New Yorker, auch wenn das Flugzeug in wenigen Tagen schon wieder auf euch warten sollte.

From JFK to Brooklyn

Beim Blick aus dem Fenster im Landeanflug auf einen der drei Flughäfen in New York bleibt einem schon die Spucke weg. Auch wenn die Wolkenkratzer von oben noch absolut winzig sind, wird einem diese gigantische Größe der Stadt bereits hier bewusst. Das wird es auch, sobald man in New York endlich gelandet ist. Mit 11 Terminals am New York John F. Kennedy Airport wirklich gigantisch. Die vielen ankommenden Touristen machen den Rest. Hier kann man schnell mal eben den Überblick verlieren, denn die Eindrücke der Stadt starten bereits hier. Auffällig: Eine sehr hohe Polizeipräsenz. Noch Auffälliger: Eine enorme Hektik. Die Menschen sind etwas direkter als an der Westküste, alles scheint hier irgendwie etwas anders als zum Beispiel in San Francisco. Von Weitem sieht man schon ein kleines bisschen von der New Yorker Skyline, die wirklich noch sehr weit weg scheint. Stellt sich auch die Frage, wie kommt man denn jetzt am Besten in die Stadt bzw. zum Hotel? Am Ausgang zum Flughafen stehen viele Menschen, die entweder einen Mietwagen, ein Shuttle-Bus oder eins der berühmten Yellow Taxis ergattern möchten. Zudem wird man an allen Ecken und Enden angesprochen, ob man denn ein Taxi bräuchte. Hier ist Vorsicht geboten, denn diese inoffiziellen Angebote sind meist um einiges Teurer als die normalen Taxen. Diese sind allerdings auch nicht gerade billig, so bleibt einem noch die Auswahl der öffentlichen Verkehrsmittel. Jeder kennt aus Film und Fernsehen die New Yorker Metro. Und ja, dieses Verkehrsnetz ist wirklich eines best ausgebautesten den USA. Mit dem AirTrain (der, wenn ihr einsteigt erstmal kostenlos ist) kommt ihr bequem zur Jamaica oder Howard Beach Station, in der ihr dann in die Metro in Richtung Manhattan steigen könnt. Ihr bezahlt am Ausgang des AirTrain der gleichzeitig der Eingang der Metro ist. Ihr könnt dabei einzeln zahlen oder gleich eine MetroCard für 7 Tage für 31$ holen (Achtung: AirTrain kostet extra 9$). Mein Tipp: Holt euch eine der zahlreichen Metro-Apps für euer Smartphone, dann könnt ihr immer gleich schauen, welche Metro ihr nehmen müsst; das Prinzip werdet ihr schnell verstehen.

Hotels in New York

Es stellt sich grundsätzlich immer die Frage, ob ihr euch ein Hotel direkt in Manhattan oder doch eher Außerhalb bucht. Solltet ihr keine Zeit haben, empfiehlt sich sicherlich eine (laute) Nacht im Zentrum, z.b. direkt am TimeSquare. Habt ihr Zeit mitgebracht und wollt den einen oder anderen Cent (oder besser Hunderter) sparen, so könnt ihr auch Außerhalb von Manhattan euer Lager beziehen. Mein Vorschlag: Brooklyn (und nein, das ist nicht das "Ghetto" ). Brooklyn hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten hervorragend gemacht und steht Manhattan in fast nichts nach. Natürlich solltet ihr nicht Downtown Brooklyn in einem gefährlichen Viertel unterkommen, doch in der nähe der Brooklyn Bridge zum Beispiel lohnt sich das Hotel allemal. Mit der Metro seid ihr in 15min in Manhattan und ihr habt den Vorteil, auch einen weiteren Teil in New York zu entdecken.

Und schon ist man wieder Touri!

So interessant Brooklyn auch sein mag, natürlich geht man nach New York, um Manhattan zu sehen. Also rein in die guten Schuhe, Cap auf, Tasche umhängen, Trinken mitnehmen und ab mit der Metro nach Manhattan. Ich war schonmal da, daher denke ich gleich, ich bin New Yorker und weiß, wie der Hase läuft. Kaum aus der Metro ausgestiegen (und zuvor beim umsteigen fast in die falsche eingestiegen ;)), gehen die Blicke nach oben zu diesen atemberaubenden Wolkenkratzern. Und schon ist man wieder Touri! Das Gefühl, die Geräuschkulisse, die Menschen, alles in Manhattan ist einzigartig. So viele Menschen, Leuchtreklamen, Autos auf den Straßen. Ich habe immer einen ganz besonderen Gedanken in New York gehabt: Das Gefühl, ich selbst bewege mich anfangs in Zeitlupe durch diese Stadt. Denn alles ist so schnell und bewegt sich. Mein Tipp: Steigt direkt in der 42ten Straße aus, direkt am Time-Square. Da ist dieses erste WOW Gefühl meiner Meinung nach am stärksten.

Machen wir jetzt mal den Touristen

In New York kann man so vieles sehen und erleben. Solltet ihr nur begrenzte Zeit mitbringen, so solltet ihr eure Sight Seeing Ziele auch sorgfältig zu Beginn bereits einplanen und je nach mitgebrachter Zeit vielleicht nicht gerade alles sehen wollen müssen. Denn alles werdet ihr kaum hinbekommen (außer, ihr nehmt das gesehene auf Foto auf und genießt dann daheim die Sehenswürdigkeiten wie so manche, spezielle Touristen :)). Zudem wird alles ggfs. recht teuer. Da lohnt sich vorab den New York City Pass zu holen (www.citypass.com/New-York), ein Ticketheft mit den wesentlichsten Sehenswürdigkeiten in New York. Kostenpunkt ca. 110€. Da aber alleine die Tickets zum Empire State Building schon 32€ kosten, lohnt sich der City Pass allemal. Weitere Attraktionen sind gut ausgewählt sodass ihr euch hier an den wesentlichsten Sehenswürdigkeiten entlang hangeln könnt. Aber auch wenn ihr etwas mehr Zeit mitbringen solltet, New York ist so gigantisch und es gibt so viel zu sehen, dass ihr nicht nur einen Trip in diese Stadt planen solltet. Alleine das American Museum of National History ist so riesig, dass ihr allein hier einen ganzen Tag verbringen könntet.

So solltet ihr euch auch mindestens einen halben Tag einplanen um mit der Statue of Liberty & Ellis Island Cruises die Freiheitsstatue und Ellis Island anzuschauen. Die Fähren fahren dabei in regelmäßigen Abständen im Battery Park im südlichen Teil Manhattens direkt zu diesen Inseln. Neben dem majestätischen Anblick der Freiheitsstatue auf Liberty Island könnt ihr euch die Immigrantengeschichte von New York auf Ellis Island anschauen oder einfach den Blick auf Manhattan genießen. Abends lohnt sich ein Besuch am Rockefellercenter, wo ihr auf Top of the Rocks, eine Aussichtsplattform auf 259m Höhe mit 360° Rundumsicht, einen atemberaubenden Ausblick auf New York habt. Hier solltet ihr unbedingt Abends bzw. bei Dunkelheit hin, um die volle Schönheit des Empire State Buildings und Manhattens bei Nacht begutachten zu können. Im Anschluss könnt ihr euch am Time Square einfach gemütlich auf die berühmte Treppe setzen und die Menschen und Lichter beobachten. Bei gutem Wetter solltet ihr euch das Empire State Building tagsüber einplanen, wo ihr im 86. Stockwerk eine atemberaubende Aussicht auf New York genießen könnt. Gegen Aufpreis könnt ihr auch in das 102. Stockwerk weiter. Wenn ihr Menschenmassen vermeiden wollt, dann solltet ihr das Empire State Building früh einplanen (ca. 10Uhr oder nach 21Uhr), ansonsten kann es schon mal eng werden auf dem Obervation Deck. Seit Mai 2015 könnt ihr auch das Obervation Deck auf dem One World Trade Center besuchen, das mittlerweile höchste Gebäude in Manhattan mit 541m. Doch das sollte nur auf dem Plan stehen, wenn noch genug Zeit bleibt, denn die Wall Street, der Central Park, die Brooklyn Bridge, sämtliche Museen sowie natürlich Chinatown und Little Italy gehören in New York auch auf die Sight Seeing Liste.

Ein besonderer Tip, für alle die etwas Zeit mitgebracht haben, ist der High Line Park im Meatpacking District auf der Westseite Manhattens. Der High Line Park ist dabei eine ehemalige Güterzugtrasse, die sehr schön zu einem bepflanzten Park umgebaut wurde. Hier gibt es neben Aussichtspunkten und Straßenkünstlern auch zu Essen und zu Trinken. Insbesondere bei schönem Wetter an einem Sonntag lohnt es sich, im High Line Park die Füße von der ganzen Lauferei auszuruhen und sich zu fühlen wie ein New Yorker.

Essen und Trinken in New York

New York ist Multi-Kulti. Natürlich gibt es dadurch auch richtiges Multi-Kulti Essen. Ihr könnt euch grundsätzlich am traditionellen Burger bedienen oder einer der berühmten, sonstigen Franchise-Ketten zu Gemüte Führen. Am besten ihr esst in New York aber wie richtige New Yorker. Wie das geht? Ihr holt euch irgendwo euer essen, dann ab auf eine Parkbank oder auf eine der öffentlichen Sitzmöglichkeiten (zB. in der Nähe des Time Square) und fangt einfach an zu essen. New York Style eben. Doch natürlich gibt es in New York mehr als nur Imbiss und Fastfood Läden. New York lebt von seinen Restaurants, die es überall zu finden gibt. Einen kleinen Geheimtipp findet ihr dabei in Lower Manhattan in der Nähe von Little Italy: Das Freeman. Dieses Restaurant ist kaum zu finden, etwas versteckt in einer Seitengasse in der Rivington Street, die interessanterweise Freeman Ally heißt. Lediglich ein paar Hängelichterketten und die weiße Tür signalisiert, dass es sich hier tatsächlich um ein Restaurant handelt. Kommt man rein, sieht man aber gleich, dass das Freeman einfach nur begehrt ist. Seid ihr zu zweit, könnt ihr auf einen der begehrten Plätze warten, ca. 20-30min müsst ihr aber als Wartezeit schon einplanen. Nebenbei könnt ihr euch aber an der Bar etwas zu trinken holen und soviel sei gesagt, es lohnt sich allemal, auf einen Platz im Freeman zu warten. Und BITTE: Nehmt hier unbedingt die Five Cheese Macaroni, die besten Mac and Cheese die ihr je essen werdet. Mit 18$ für einen gar nicht so großen Teller Macaroni ist das Freeman zwar nicht gerade die günstige Variante, um essen zu gehen. Aber um sich einmal als richtige New Yorker zu fühlen, ist das Freeman genau das richtige... und das Essen ist einfach köstlich.

Ein weiter Geheimtipp findet ihr im Stadtviertel Chelsea im Westen Manhattens. Der Chelsea Market, in dessen Gebäude einst eine Keksfabrik war, beinhaltet heute Bäcker, Fisch- und Fleischgeschäfte, Suhsibars, Candyshops und weitere Leckereien und Restaurants, die nur darauf warten, von euch entdeckt zu werden. So gibts hier zum Beispiel "Berlin Currywurst" für jeden, dessen Magen etwas Heimweh hat, oder das Giovanni Rana Pastificio & Cucina, ein Restaurant, in dem es im vorderen Bereich die Möglichkeit gibt, Essen individuell zusammen zu stellen und mitzunehmen, um es wie richtige New Yorker dann auf der nächsten Parkbank wieder zu verdrücken. Im Chelsea Market ist wahrlich für jeden was dabei.

Natürlich gibt es aber auch Bars und jede Menge Nachtclubs in New York. Sehr beliebt sind hier auch die "Biergarden", wovon es mittlerweile bis zu 50 Stück in ganz New York verteilt gibt, wie zum Beispiel im New Yorker absoluten Hipster- und Trendviertel Williamsburg. Aber auch die berühmte Bar "McGee's Pub", die als Inspiration für das MacLaren's in der Kultserie "How I Met your mother" diente, ist einen Besuch wert. Die Bar, wie so viele in New York, ist ein klassischer Pub mit reichlich Getränkeauswahl und Flatscreens, auf denen die aktuellen Footballspiele laufen. Der typische New Yorker Flair zur Afterhour in so einer Bar, einfach genial. Die New Yorker lieben es einfach weg zu gehen und sich schick zu machen und so gibt es auch jede Menge Nachtclubs und Rooftopbars, wo für jeden etwas dabei sein sollte. Hier nicht die guten Klamotten zu Hause vergessen, denn in New York gilt ein entsprechend schicker Dresscode in vielen der Nachtclubs.

Shoppingwahn

Natürlich gehört zu New York auch das berühmte Shopping dazu. Neben besonderen Outlets wie das Century 21 in der Nähe der Fulton Street in Lower Manhattan, in denen es unteranderem sehr gute und günstige Designer Stücke gibt, ist auch der Besuch der Kaufhauskette Macy's ein Muss. Hier gibts in dem größten Warenkaufhaus der Welt, so groß wie ein ganzer New Yorker Block, über 10 Etagen unzählige Marken und Designer zum teilweisen Schnäppchen. Besonders in den Herbstmonaten gibt es hier spezielle "Sale" Aktionen, bei denen eine Marken Lederjacke auch gut und gerne im Super-Sale Plus Sonder-Mega-Sale Plus Summer-Exclusive-Sale nur noch 80$ kostet. Aber Achtung: Die Größe im Macy's kann erschlagen und das Kreditkarten- und besonders das Einfuhrlimit nach Deutschland kann hier durch den Shoppingwahn schnell mal in Vergessenheit geraten. Natürlich hat der Laden auch seinen eigenen Starbucks und ein Ben & Jerry's Shop, in denen ihr euch nochmal stärken könnt. (Ach ja, natürlich absolutes Muss in New York: Eine New York Yankee Cap zu kaufen!)

National September 11 Memorial and Museum

Ein ganz bestimmtes Datum, das nicht nur uns selbst, sondern die ganze Welt nachhaltig und spürbar bis heute geprägt hat. Betritt man diesen Platz, wo einst diese gigantischen zwei metallischen Türme standen, überkommt einen eine Gänsehaut. Die Gedenkstätte umfasst zwei riesige Wasserbecken mit künstlichen Wasserfällen, die den Abdrücken des World-Trade-Centers gleichen und an den Stellen platziert sind, wo einst die Zwillingstürme standen. In die Umrandung der Gedenkstätte sind rundherum alle Opfer des Terroranschlags am 11. September eingraviert. Mir selbst sind beim Lesen der Namen die Tränen gekommen, da man realisiert, wie viele Menschen hier tatsächlich ihr Leben verloren haben. In manchen Namen stecken auch heute noch frische Blumen und Rosen als Gedenken der Opfer. Zwischen den Wasserbecken seht ihr zudem den "Survival Tree", ein Baum, der in den Trümmern des World Trade Centers gefunden und wieder aufgepäppelt wurde.

Seit dem 21. Mai 2014 könnt ihr zudem das errichtete National September 11 Museum besichtigen. Das sehr beeindruckend erstellte Museum zeigt Bilder und Trümmerteile des World Trade Centers sowie viele Audio und Video Berichte. Ein Bereich des Museums beschäftigt sich dabei nochmals mit den chronologischen Abläufen des 11. Septembers und ruft alle Erinnerungen wieder auf. Nicht selten sieht man hier weinende Menschen und auch ich selbst bekam bei einigen Bildern nicht nur weiche Knie. Dieses Museum erinnert ehrenvoll an diesen Tag und würdigt sämtliche Menschen, die an diesem Tag Mut bewiesen und ihr Leben verloren haben.

Und noch ein paar Bilder...

New York ist für mich mit Abstand die schönste und genialste Stadt in den USA. Einen so schönen Urlaub in dieser Stadt zu beenden kann ich jedem nur empfehlen. Die billigen Inlandsflüge machen es immer lukrativ, New York zumindest für ein paar Tage noch in euerem USA Trip zu besuchen. Lohnen tut sich das in the Big Apple allemal, wie die nachfolgenden Bilder euch hoffentlich nochmal zeigen...

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Dreaming on the Brooklyn Bridge
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