USA 2016 - Von San Francisco nach New York (Teil 1: San Francisco)


Das lange Warten hatte endlich ein Ende: United States of America. Was für ein atemberaubendes Land mit seinen vielen Facetten, seinen berühmten Sehenswürdigkeiten und seinem absoluten Größenwahnsinn. Und dieses Jahr konnten wir, dh. meine Freundin und ich dieses Land endlich wieder bereisen. Und auch dieses mal sollte es nicht unser letztes Mal gewesen sein.

14 Stunden nach San Francisco

Mittwochmorgen, besser gesagt Mittwoch Nacht Mitte September. Erste der alles Entscheidenen Fragen an diesem Morgen: Starker oder Extra-Starker Kaffee? Taxi hatte ich am Vorabend bereits über myTaxi gebucht, sehr empfehlenswert. Ankunft am gut bekannten Stuttgarter Flughafen, fast schon mein zweites zu Hause. Mein absoluter Geheimtipp hier ist die Terminal 2 Security, da alle Ferienflieger entweder Terminal 1 oder Terminal 3 starten, ist hier so gut wie nichts los, Körperscanner inklusive. Dann ab über Amsterdam nochmal knapp 12 Stunden nach San Francisco. Solche langen Flüge können einen ganz schön zusetzen. Aber Dehydrierung, Druck, mangelnde Frischluft und das ständige Sitzen kann mit Wasser, Kaugummi und regelmäßigem Laufen durch die Flugzeugkabine entgegen gewirkt werden.

Wo gehts bitte nach San Francisco?

Endlich nach 12 Stunden die Füße vertreten. Meine Freundin sehnt sich nach einer Zigarette. Aber zuvor zum Immigration Officer, ESTA bereit halten und die berühmten Fragen des Officers beantworten (und keine Späße ;)) Endlich durch, Gepäck geholt und ab gehts nach San Fran... Wo gehts bitte nach San Francisco? Die ausgeschriebene Ground Transportation beinhaltet so ziemlich alles was auf der Straße fahren kann: Taxi, Shuttle, Bus. Aber bis zum SFC Zentrum, seid ihr mit der Bay Area Rapid Transit, kurz BART, besser bedient. Das Ticket kostet $8,95 pro Person. Die Durchsagen sind schwer zu verstehen, daher hin und wieder mal einen Blick nach draußen riskieren. Die BART direkt nach SFC ins Zentrum. Bei uns zB. direkt zur Powell Station, unser Hotel lag dabei nur 5 Gehminuten vom Union Square weg, also direkt im Herzen San Franciscos. Das erste mal ins Freie in San Francisco, stechen sofort die ersten der vielen Obdachlosen ins Auge, eine Masse von Menschen begegnet uns und die ersten Sekunden folgen Rat- und Orientierungslosigkeit. Doch Straßenkarte (oder zB. die ETIPS San Francisco APP) helfen schnell sich richtig zu orientieren.

Zieht euch gute Schuhe an

Dank Zeitverschiebung hatten wir noch einen halben Tag vor uns für die ersten Eindrücke in San Fran. Ein Tipp dabei (das gilt für jeden Fleck der USA): Zieht euch gute Schuhe an. Es gibt einen Grund warum viele Amerikaner mit Turnschuhen herumlaufen. Die ersten Eindrücke einer Stadt, die man zum ersten mal zu sehen bekommt, einfach einzigartig. Instinktiv zieht es uns natürlich runter an die Bay, vorbei an den berühmten Cable Cars an der Powell Station, hindurch durch das Financial District, runter zu The Embarcadero. Geradewegs durch Skater, Hippster und Menschenmassen hin zum Ferry Building, ein Must See, nicht nur historisch, sondern auch kulinarisch. Hier trifft man sich zum Essen (probiert auf jeden Fall El Porteno Empanadas aus, leckere italienische Blätterteigtaschen), Trinken und Einkaufen (Käse, Fleisch). Oder holt euch einfach bei Peet's Coffee & Tea eine Latte, setzt euch an die Bay, genießt die Eindrücke und beobachtet die Normalen und Verrückten.

MUNI-Pass und Golden San Francisco

Die ersten Eindrücke verarbeitet ging es jetzt an den ersten vollen Tag in San Francisco. Um ein wenig die Füße zu schonen, holt euch den MUNI Passport (erhältlich an bestimmten Verkaufsständen für 1, 3 oder 7 Tage). Kostenpunkt für 3 Tage: $31.- Dafür dass man unbegrenzt mit allen MUNI Transportmittel (Bus, Oberleitungsbus, Metro-Linien, die Tram und die Cable Cars; gilt aber nicht für die BART) fahren kann, quasi ein Schnäppchen. Mein Tipp: Auf dem Weg zum Kofferband in San Francisco gibt es Touristen-Infostand, bei dem ihr euren MUNI-Passport bereits dort kaufen könnt, um keine Zeit zu verlieren.

Unser erstes Ziel in San Francisco war natürlich die Golden Gate Bridge (Also Busplan lesen... und Busplan ein zweites mal lesen... kurzer Blick auf Straßennamen, auf die App und den Stadtplan... Und nochmal den Busplan lesen bis zum großen "Ahaaaa" Erlebnis). San Francisco hat dabei ein wirklich sehr gutes, ausgebautes öffentliches Verkehrsmittelnetzwerk. Spätestens die Masse an Touristen bestätigten, dass ihr richtig seid. Und erst diese majestätische Brückengestalt... Golden Gate. Nicht die längste der Brücken in SFC, aber mit Abstand die Schönste. Und natürlich ist es ein muss über die Brücke zu laufen, dabei bitte nicht Jacke und Pulli vergessen. Der Wind pfeift hier ordentlich, gut und gerne gefühlte 5-10 Grad Unterschied zwischen Golden Gate Bridge und der Innenstadt. Macht auch einen Halt an den historischen Fakten der Erbauung der Brücke. Einen guten Kaffee oder mächtige Hot Dogs gibts dazu um die Ecke beim Round House Cafe.

Golden Gate Park und the Painted Ladies

Solltet ihr mehr Zeit mitgebracht haben (ca. 5 Tage Sight Seeing), dann solltet Ihr unbedingt den Golden Gate Park mit auf eure Liste nehmen. Kontrastprogramm mit Park Security, Jogger, Dog Parks, Frisbee Golf, Museen. Es ist so wie es klingt, typisch amerikanisch. Mitten in den Parks, der botanische und der japanische Garten. Um ein wenig zu entspannen, kann man einen der beiden wirklich empfehlen, was allerdings mit $8.- zu Buche schlägt. Läuft man weiter in Richtung Westen, sieht man neben dem berühmten Kezar Stadium (früheres Zuhause der San Francisco 49ers) auch wieder die berühmten Straßen von San Francisco. Falls man unterwegs mal Hunger hat, es gibt kleinere Imbisse auf der Height Street, der Bar-Meile in San Francisco. Hier kann ich Escape from New York Pizza empfehlen, wo es die berühmten "Slice" Pizza gibt und sogar die ein oder anderen Stars und Bands schon ihre Stückchen Pizza genossen haben (z.B. auch Metallica ;))

Allmählich werden einem die typischen, sehr steilen San Francisco Straßen bewusst. Besonders meine Freundin hatte mein "Nur noch ein kleines Stückchen... oh, den Berg hatte ich aber nicht auf dem Schirm" langsam satt. Aber ein Ziel gab es noch: Alamo Square Park und die Painted Ladies. Letztere bekannt aus der Sitcom "Full House". Leider wurde der Alamo Square Park renoviert, daher leider nur der Blick auf die Painted Ladies im diesigen Licht, am späten Nachmittag mit der Skyline San Franciscos im Hintergrund... Trotzdem ein absoluter Traum.

Lass uns nen Happen essen

San Francisco ist kulinarisch wahnsinnig vielfältig. Interessanterweise wird hier besonders "healthy" und "Slow" Food bevorzugt. Natürlich gibt es aber auch einen Subway an jeder dritten Ecke. Dennoch merkt man, dass sich die San Franciscans bewusster ernähren als die restliche USA. (Allgemein tickt alles etwas anders in San Francisco: Freigeister, Individualisten. Freizügig und entspannt laufen die Franciscans durch die Straßen, es herrscht etwas das Gefühl, als wäre von Flower Power und den 60s immer noch etwas hängen geblieben)

Um einen Happen zu essen, empfiehlt sich besonders die Bay. Hog Island Oyster Company, leckere und frische Austern in allen arten und Variationen... Und enormen Warteschlagen. Aber dennoch ein Geheimtipp, für alle mit etwas Geduld und Lust auf Meeresfrüchte. Aber auch Restaurantketten gibt es in SFC. Meine Pasta-Liebende Freundin wäre mir dabei fast vor Freude ausgerastet, als wir Noodels & Company entdeckt haben. Für ein Schnellrestaurant, wirklich lecker und erinnert etwas an das Vapiano Prinzip. Alles in allem muss ich euch den Tip an die Hand geben: Schaut auch mal in ein "Fast- oder Slow Food" Imbisse, denn die Preise für ein Abendessen zu zweit sind (auch generell in den USA) ziemlich happig. Mit Trinkgeld ("Tip" oder "Gratuity"genannt) kommt ihr gut und gerne auf 20 - 30 $ pro Person. Und das summiert sich in 3 Wochen selbstverständlich schnell. Wir haben es dabei meist auf Frühstück und Abendessen belassen, wobei das Frühstück idealerweise NICHT im Hotel inklusive sein sollte. Meistens gibt es eh nur amerikanisches oder kontinentales Frühstück mit "Instant-Rührei", Standard-Bagles, Toast-Brot, Jelly und Würstchen. Wer dagegen variieren möchte, seinen Hunger entsprechen des Vorabends mal anpassen oder einfach mal was neues ausprobieren möchte, der sucht sich typisch amerikanische Diner wie zum Beispiel "Lori's Diner" in der Mason Street in San Francisco. Hier gibt es für den großen Hunger ein ordentliches, amerikanisches Frühstück im 50s Stil, Pancakes, Scrambled Eggs (Rührei), Kartoffelpuffer, Würstchen, Bacon, Muffins etc. (Nebenan gibts das Cafe Mason, ein kleines bisschen teurer aber die Huevos Rancheros sind zu probieren. Als Geheimtipp gilt Dottie's True Blue Cafe, wo ihr allerdings minimum 30 Minuten bis 1 Stunde Wartezeit einrechnen müsst, nebenher allerdings euren Kaffee gemütlich schlürfen dürft.

Was für eine bildhübsche Stadt

Die ersten Eindrücke (und die ersten 24km Auf-und Ablaufen) kaum verarbeitet, war am zweiten Tag Amerikas größtes Chinatown, der Coit Tower und natürlich die berühmte Lombard Street auf der Sight Seeing Liste. Und spätestens hier muss ich sagen: Wow! Was für eine bildhübsche Stadt San Francisco doch ist. Der Eingang nach Chinatown, wie in den Filmen. Natürlich alles sehr touristisch zeigt sich Chinatown dennoch als Wohn- und Arbeiterviertel vieler chinesischen Einwanderer. Mein Tipp ist es, Chinatown vormittags in Ruhe zu besuchen und zu erkunden, denn ab der Mittagszeit laufen hier dreimal so viele Menschen auf den Straßen herum. Außerdem habt ihr dann genug Zeit beispielsweise für den Coit Tower, dem höchsten Punkt in San Francisco, bei dem Ihr für $8.- eine 360° Panoramasicht auf ganz San Francisco bekommt. Weiteres Ziel sollte auch die berühmte und kurvige Lombard Street sein. Aber Achtung: Die Lombard Street ist lang, doch das kurze aber kurvige, berühmte Stück der Straße liegt am Russian Hill (und dass Hill auf englisch Hügel heißt, werdet ihr spätestens merken, wenn ihr den Weg zu Fuß angehen wollt). Zurück lohnt sich die Fahrt mit einer der berühmten San Francisco Cable Cars, das perfekte Transportmittel zur Powell Street. Mit dem MUNI-Pass ist die Fahrt sogar inklusive. Und auch wenn es nicht so aussieht, im Cable Car ist eine Menge Platz (Naja, IM Cable Car ist ein dehnbarer Begriff) Denn ich hänge eher AN der Cable Car, die Füße finden gerade so Platz auf der kleinen Treppenstufe. "Do not lean out" steht groß an den Wänden der Bahn... eine Anweisung der USA, die von einer direkten Anweisung des Cable Car Wagenführers aufgehoben wurde. Ein Erlebnis, von dem man noch seinen Enkeln erzählen kann.

Fishermans Wharf

Ein "Must-Do" in San Francisco ist natürlich der Pier 39, Fisherman's Wharf, mit eins der Haupttouristenattraktionen. Durchzogen von unzähligen Restaurants, Souvenir Shops, Museen, Karussells und Musik, etwas, das unbedingt auf eure Sight Seeing Liste muss. Von ihr aus könnt ihr auch weitere Sight Seeing Attraktionen starten, sei es die Fahrt zur Gefängnisinsel Alcatraz (siehe unten) oder Rundflüge um San Francisco. Nicht zu vergessen natürlich die berühmten Seelöwenkolonien, die sich auf Anlegestellen an der Pier angesiedelt haben und diese als Ruheplätze nutzen. Zu Essen gibt es allerlei Fisch und Meeresfrüchte, sei es in Alioto's Seafood Restaurant oder in Bubba Gump Shrimps, auf jeden Fall lecker und typisch kulinarisch passend zu SFC. Wie es für Touristenattraktionen üblich ist, sind die Preise ordentlich am Pier 39, aber "Meine Mama hat immer zu mir gesagt, das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen... man weiß nie was man kriegt." (Filmzitat "Forrest Gump", 1994)

Willkommen auf "The Rock"

Ein Gefängnis auf einer Insel. Alcatraz alias "The Rock" ist wahrlich etwas Besonderes und darf daher auf eurer Liste nicht fehlen. Karten könnt ihr euch dabei bereits hier in Deutschland vorab oder an den Kartenservices am Pier holen. Etwas Wartezeit müsst ihr euch einplanen wobei alles ziemlich gute Organisiert ist. Mit dem Schiff geht es zur Gefängnisinsel auf der bereits Unmengen an Touristen warten. Erkunden könnt ihr "The Rock" ganz einfach selbst. Dazu gibt es im Hauptgebäude eine geführte Audio-Tour kostenlos dazu, die wirklich hervorragend aufgemacht und in so ziemlich allen Sprachen vorhanden ist. Die Tour beginnt quasi genau so, wie auch die Insassen damals nach Alcatraz kamen. Die Duschen und Kleiderausgaben für die Häftlinge sind sehr schön hergerichtet, die Audio-Tour lässt einen fast schon eine "Zeitreise" machen. Hier bekommt ihr Geschichten und Wissenswertes über das Gefängnis aufs Ohr, was ihr über Alcatraz eben alles wissen müsst. Geht unbedingt in eine der Zellen um das Gefühl zu haben, wie klein diese doch sind. Hört die Geschichten über Al Capone, Robert Strout oder "Machine Gun" Kelly und "spürt" regelrecht, was The Rock euch zu erzählen hat. Wirklich beeindruckend!

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Ich bin Oli, Gründer und dein Personal Coach, wenn es um das Thema Selbstbewusstsein und Potentialentfaltung geht. 

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